Häufig gestellte Fragen zu Maschinendefinitionen

Maschinendefinitions-Manager


Frage: Wozu benötige ich in Mastercam X Maschinendefinitionen? Wir sind doch bisher auch ohne ausgekommen.

Antwort: Der Werkzeugmaschinenmarkt und die Fertigungsindustrie erleben derzeit einen Umbruch, bei dem viele verschiedene Arbeitsgänge unter einer Schnittstelle koordiniert werden. CAM-Software muss eine umfassende Definition der Bearbeitungsumgebung beinhalten, um genaue Werkzeugwege für die neuen Werkzeugmaschinenkonstruktionen zu erzeugen. Dabei ist die Auswahl einer Maschine eine natürliche Weiterentwicklung der Auswahl eines Werkzeugs in früheren Mastercam-Versionen. Sie gewährt Ihnen zudem eine entsprechend größere Kontrolle bei der Verwaltung von Teilen und Jobs.


Frage: Was ist eine Maschinendefinition?

Antwort: Eine Maschinendefinition ist eine Sammlung von Einstellungen, die Ihre Maschine, deren Komponenten und Peripherieeinrichtungen sowie deren Steuerung als Modell abbilden. Beispiele dafür sind ein 4-Achsen-Bearbeitungszentrum mit einer Heidenhein-Steuerung; eine Drehmaschine mit zwei Spindeln, vier Revolvern und einer Fanuc-Steuerung oder ein 4-Achsen-Horizontal-Bearbeitungszentrum mit einer Fadal-Steuerung. Die Schnittstelle von Mastercam X passt sich an Ihre CNC-Maschine an. Das heißt, dass Mastercam X feststellt, welche Möglichkeiten Ihre Maschine bietet und welche Funktionen nicht zur Verfügung stehen. So wird es relativ unwahrscheinlich, dass Sie beim Programmieren von Mastercam X falsche Informationen eingeben; stattdessen wird korrekter G-Code ausgegeben. Mastercam X verwendet die Maschinendefinition darüber hinaus, um festzustellen, welches Mastercam-Produkt gerade ausgeführt wird. Wenn Sie im Menü Maschinentyp z. B. eine Drehmaschine auswählen, startet Mastercam X automatisch Mastercam-Drehen. Wählen Sie eine Fräsmaschine, werden Ihnen Funktionen und Werkzeugwege von Mastercam-Fräsen angezeigt.


Frage: Wie erzeuge ich eine Maschinendefinition?

Antwort: Mit Mastercam X werden viele allgemeine Maschinendefinitionen installiert, die verbreitete Fräsmaschinen, Drehmaschinen und Router abbilden, zum Beispiel für eine Drehmaschine mit zwei Spindeln und vier Revolvern oder eine 4-Achsen-Horizontal-Fräsmaschine oder einen Portal-Router. Eine Möglichkeit ist, mit einer dieser allgemeinen Maschinendefinitionen anzufangen und sie an Ihre spezielle Maschine anzupassen. Dies könnte die Bearbeitung der Parameter von Standardkomponenten beinhalten, denen Sie anschließend Ihre eigenen Komponenten hinzufügen — etwa einen Rundtisch.

Viele Anwender werden bei einer Umstellung von früheren Mastercam-Versionen die Zusatzapplikation UpdatePost einsetzen und automatisch eine allgemeine Maschinen- und eine Steuerungsdefinition aus einem bereits vorhandenen Postprozessor erzeugen. Die neue Maschinen- und und die neue Steuerungsdefinition werden mit dem aktualisierten Postprozessor verknüpft, damit Sie so schnell wie möglich mit Mastercam X arbeiten können. Danach können Sie die Definitionen nach Bedarf anpassen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Online-Hilfe und der im Lieferumfang von Mastercam X enthaltenen Anleitung für den Umstieg.


Frage: Worin unterscheidet sich eine Maschinendefinition von einer Steuerungsdefinition? In welcher Beziehung stehen sie zueinander?

Antwort: Eine Maschinendefinition ist zwar mit einer Steuerungsdefinition verknüpft, beide sind jedoch eigenständige Gruppen von Einstellungen, die in unterschiedlichen Dateitypen gespeichert werden. Wenn Sie eine Werkzeugmaschine zusammenbauen und eine Steuerung daran montieren, ist das vergleichbar mit dem Erzeugen einer Maschinendefinition, für die Sie eine Maschinendefinitionsdatei auswählen, die immer verwendet wird, wenn Sie die betreffende Maschine auswählen. Wenn Sie sie jeweils in einer eigenen Dateien speichern, können Sie dieselbe Steuerungsdatei für verschiedene Maschinen nutzen und sind bei der Organisation Ihrer Arbeit erheblich flexibler.


Frage: In welcher Beziehung stehen Maschinendefinition und Postprozessor zueinander? Was mache ich, wenn ich für dieselbe Maschine einen anderen Postprozessor brauche?

Antwort: Genau wie an jede CNC-Maschine eine Steuerung angeschlossen sein muss, muss jede Maschinendefinition mit einer Steuerungsdefinition verknüpft sein. Jede Steuerungsdefinition ist mit einem bestimmten Postprozessor verknüpft. Das bedeutet, dass das Wählen der Steuerungsdefinition beim Erzeugen der Maschinendefinition im Grunde dasselbe ist, wie den Postprozessor zu wählen. Wenn Sie einen anderen Postprozessor wählen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Soll der mit der Maschinendefinition verknüpfte voreingestellte Postprozessor geändert werden, klicken Sie im Menü Machinentyp auf Maschinendefinition (Manager) und wählen Sie anschließend den gewünschten Postprozessor.
  • Soll eine anderer Postprozessor für einen bestimmte Job oder eine bestimmte Operation verwendet werden, klicken Sie im WZ-Wege-Manager unter den Werkzeuggruppen-Eigenschaften auf das Symbol Dateien. Klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten und wählen Sie den gewünschten Postprozessor. Der neu gewählte Postprozessor gilt nur für die aktuelle Maschinengruppe, wird jedoch mit der Teiledatei gespeichert.

Einen anderen Postprozessor auswählen

Einen anderen Postprozessor über die Maschinengruppeneigenschaften auswählen

In beiden Fällen stehen nur die Postprozessoren zur Verfügung, für die eine gültige Steuerungsdefinition erzeugt und in der *.CONTROL-Datei gespeichert wurde.


Frage: Wie funktioniert der Maschinendefinitions-Manager mit Drahten? Ich möchte sichergehen, dass Mastercam X-Drahten genau so gut läuft wie Fräsen, Drehen und Router.

Antwort: Dieses Modul funktioniert in derselben Weise wie Fräsen, Drehen und Router, allerdings mit Drahten-spezifischen Komponenten und Eigenschaften. Für spätere Versionen ist geplant, die Steuerungsdefinition auch Drahten-spezifisch auszulegen.


Frage: Hat die Maschinendefinition Auswirkungen auf die Mastercam X-Schnittstelle?

Antwort: Ja. Wenn Ihre Maschinendefinition beispielsweise eine maximale Spindeldrehzahl von 10.000 1/min vorsieht, lässt Mastercam X nicht zu, dass bei den Werkzeugwegparametern ein Wert eingegeben wird, der größer als 10.000 ist. Arbeiten Sie z. B. mit einer 3-Achsen-Fräsmaschine, können Sie keinen 5-Achsen-Werkzeugweg erstellen. Dadurch sinkt das Risiko, dass Sie falsche Informationen eingeben, die zu fehlerhaftem G-Code führen. Mastercam X verwendet die Maschinendefinition darüber hinaus, um festzustellen, welches Mastercam-Produkt gerade ausgeführt wird. Wenn Sie über das Menü Maschinentyp z. B. eine Drehmaschine auswählen, startet Mastercam X automatisch Mastercam-Drehen. Wählen Sie eine Fräsmaschine, werden Ihnen Funktionen und Werkzeugwege von Mastercam-Fräsen angezeigt.


Frage: Muss ich eine Maschine definiert und geladen haben, um Werkzeugwege erzeugen zu können?

Antwort: Ja. Dabei muss es sich allerdings nicht unbedingt um genau Ihre Maschine handeln. Mastercam X wird mit vielen Standard-Maschinentypen ausgeliefert, mit denen Ihre Teile programmiert werden können. Sie können z. B. eine allgemeine 3-Achsen-Fräsmaschine oder eine 5-Achsen-Vertikal-Fräsmaschine auswählen. Allerdings sollten Ihre Maschine und Ihre Steuerungsdefinition spezifisch an Ihre spezielle Maschine samt Steuerung angepasst werden, um ein optimales Zusammenspiel mit höchstmöglicher Ausschaltung von Fehlerquellen zu gewährleisten.


Frage: Was mache ich, wenn ich ein Teil für eine bestimmte Maschine programmiert habe, nun jedoch eine andere Maschine verwenden möchte?

Antwort: Mastercam X vergleicht Ihre Operationen mit der neuen Maschinendefinition und gibt eine Meldung aus, ob sie kompatibel sind. Mastercam X ermittelt für jeden Werkzeugweg drei grundlegende Kompatibilitätsebenen:

  • Nicht kompatibel: Wenn Sie beispielsweise einen Drehwerkzeugweg mit einer Drehen-Maschinendefinition erzeugen und dann versuchen, mit derselben Definition zu einer Fräsmaschine zu wechseln, erhalten Sie eine Warnmeldung. Weil eine Fräsmaschine nicht zum Drehen ausgerüstet ist, lässt Mastercam X den Wechsel nicht zu.
  • Kompatibel, Änderung jedoch erforderlich: Sie erstellen z. B. eine Kontur-Operation mithilfe einer Maschinendefinition, die Werkzeugversatz in der Steuerung unterstützt. Danach möchten Sie zu einer Maschine wechseln, die keinen Werkzeugversatz in der Steuerung unterstützt. Mastercam X wird nicht nur eine Fehlermeldung ausgeben, dass eine Änderung an der Operation erforderlich ist, sondern zudem darauf hinweisen, welche Änderung nötig ist und Ihnen anbieten, diese Änderung durchzuführen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Änderung von Mastercam X vornehmen zu lassen, wird der Werkzeugversatz auf "PC" umgestellt und Sie brauchen nur noch den Werkzeugweg zu regenerieren. Möchten Sie die Änderung hingegen selbst durchführen, wird die Operation als "unbereinigt" gekennzeichnet und Sie müssen die entsprechenden Parameter für die Änderung eingeben und die Operation regenerieren.
  • Volle Kompatibilität: Die Operation wird nicht als "unbereinigt" gekennzeichnet, es ist kein Regenerieren erforderlich.


Frage: Kann ich eine Drehen-, Router- und Fräsen-Maschinendefinition in derselben Datei haben?

Antwort: Ja. Die Maschinendefinition ermöglicht, dass Sie mehrere Maschinentypen in derselben Datei programmieren. Wenn für ein Teil beispielsweise Fräs-, Dreh- und Router-Operationen benötigt werden, können alle Operationen für das Teil mit drei verschiedenen Maschinendefinitionen programmiert und in einer einzigen MCX-Datei gespeichert werden.


Frage: Wie behält man den Überblick über alle Maschinendefinitionen, wenn mehrere Maschinen in einer einzigen Datei enthalten sind?

Antwort: Jedes Mal, wenn eine neue Maschine geladen wird, erzeugt Mastercam X eine eigene Maschinengruppe im WZ-Wege-Manager. Alle für eine bestimmte Maschine erzeugten Werkzeugwege müssen in der zu dieser Maschine gehörigen Gruppe angeordnet werden. Wenn Sie von einer Maschinengruppe zur anderen wechseln, lädt Mastercam X automatisch die richtige Maschine und ändert die Schnittstelle der aktuellen Maschine entsprechend. Wenn Sie beispielsweise von Drehen zu Fräsen wechseln, ändert Ihre Werkzeugwegauswahl sich von Drehen-Werkzeugwegen zu Fräsen-Werkzeugwegen.


Frage: Ich habe bereits eine Werkzeugweggruppe und muss auf eine andere Maschine umstellen. Wie gehe ich vor?

Antwort: Klicken Sie im WZ-Wege-Manager unter den Eigenschaften der entsprechenden Gruppe auf das Symbol Dateien und wählen Sie die neue Maschine, indem Sie auf die Schaltfläche Ersetzen klicken.

Ersetzen einer Maschinendefinition


Frage: Können die Schneidplatten- und Halter-Kataloge (z. B. Kennametal) von Version 9 auch in Mastercam X verwendet werden?

Antwort: Ja, sie sind aktualisiert worden und laufen unter Mastercam X.


Frage: Werden die Schneidplatten- und Halter-Kataloge für Mastercam X aktualisiert?

Antwort: Ja, die vorhandenen Informationen wurden aktualisiert und entsprechen modernster Technologie.


Frage: Kann ich die in Version 9 erzeugten benutzerdefinierten Schneidplatten- bzw. Halter-Kataloge auch in Mastercam X verwenden?

Antwort: Zur Aktualisierung eines in Version 9 erzeugten benutzerdefinierten Katalogs müssen Sie den Katalog wählen. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Katalog wählen... auf dem Register Wendeplatten des Dialogfelds WZ-Definition. Danach werden die Dateien automatisch aktualisiert, wenn Sie das Dialogfeld WZ-Definieren öffnen.

Auswählen eines Schneidplattenkatalogs

Auswählen eines Schneidplattenkatalogs


Frage: Wozu dient die Option Allen Linearachsen zuweisen auf dem Register Vorschublimits der Linearachse im Dialogfeld Allgemeine Maschinenparameter und wie wirkt sie sich aus?

Antwort: Sie stellen damit eine globale Vorschubgeschwindigkeit ein, die für alle Linearachsen gilt, ohne sie auf jeder Seite neu einstellen zu müssen.

Vorschublimits der Linearachse

Vorschublimits der Linearachse


Frage: Wie werden Komponentenbibliotheken bei Mastercam X in Maschinendefinitionsdateien gespeichert?

Antwort: Komponentenbibliotheken werden als Maschinentyp behandelt und gespeichert, genau wie eine Fräsen-, Drehen- oder Router-Maschinendefinitionsdatei. Während der Bearbeitung einer Komponentenbibliothek lautet der Maschinentyp "Komponentenbibliothek". Verwenden Sie die Schaltflächen Datei öffnen, Speichern und Speichern unter, um mit Komponentenbibliotheken genau wie mit einer normalen Maschinendefinition zu arbeiten.


Frage: Warum gibt es im Dialogfeld Allgemeine Maschinenparameter zwei Optionen für Vorschublimits - eine für Achsenbegrenzungen und eine für Operationsbegrenzungen?

Antwort: Achsenvorschubbegrenzungen sind völlig unabhängig vom Vorschub, den Sie bei den Werkzeugwegparametern eingeben. Normalerweise werden Vorschubbewegungen in Ihrem Werkzeugweg für mehr als eine Achse interpoliert. Wenn sich das Werkzeug an der Position 0,0 befindet und Sie eine Bewegung zu 1,1 mit 1 in/min programmieren, bewegen die X- und die Y-Achse sich jeweils nur mit 0,707 in/min. Die Achsenvorschubbegrenzungen beziehen sich nur auf die Bewegungskomponente, die in der ausgewählten Achse auftritt. Die Operationsvorschublimits allerdings beziehen sich auf den Vorschub, den Sie beim Erzeugen eines Werkzeugwegs im Feld Vorschub eingeben.


Frage: Begrenzt der Maschinendefinitions-Manager die verfügbaren Werkzeugebenen aufgrund des Winkelschritts einer Rotations- oder Kippachse? Ein Kunde hat z. B. eine Maschine mit Kippachsen und jede Rotationsachse hat eine Indexauflösung von 2 Grad. Wenn Sie Mastercam X nun für diese Maschinen programmieren, muss der Postprozessor überprüfen, ob die vom Anwender erzeugte Ebene tatsächlich von den Bearbeitungseinstellungen unterstützt wird.

Antwort: Dies ist bei der ersten Version von Mastercam X nicht implementiert. Zukünftige Releases werden es enthalten, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht.


Frage: Warum braucht man Achsenkombinationen in der Maschinendefinition?

Antwort: Häufig haben Maschinen mehr als eine Definition für dieselbe Achse. Die am weitesten verbreiteten Beispiele sind Multi-Revolver- und Mehrspindel-Drehmaschinen, bei denen jede Revolver-/Spindelkombination zwar denselben Satz von X-Y-Z-Achsen widerspiegelt, er allerdings von verschiedenen Teilen der Maschine stammt. Anders ausgedrückt ändern sich Ausrichtung und Lage der X-Achse, wenn Sie vom unteren linken Revolver zum unteren rechten Revolver verfahren. Achsenkombinationen werden Bestandteil der Maschinenkomponenten-Baumstruktur, die Sie beim Erzeugen Ihrer Maschinendefinition aufbauen. Dadurch können Sie Komponentenkombinationen anklicken und auswählen. Jeder Komponentensatz verfügt über einen vollständigen Achsensatz, dem Sie einen Namen geben können. Beim Erzeugen eines Werkzeugpfads wählen Sie statt der einzelnen Spindeln und Revolver einfach eine Achsenkombination. Im Verlauf eines Jobs, bei dem mit mehreren Revolvern gearbeitet wird, brauchen Sie sich daher zwischen den einzelnen Operationen keine Gedanken um Ihr Koordinatensystem oder Achsenausrichtungen zu machen. Dies gilt vor allem für Dreh- und Router-Jobs, aber auch für Fräsen-Jobs, bei denen neben der Anfangs-Z-Achse eine Pinole verwendet wird.

Zu jeder Maschinendefinition gehört mindestens eine Standard-Achsenkombination, die erzeugt wird, wenn Sie die Maschinendefinition speichern. Diese Kombination wird automatisch erzeugt. Darüber hinaus können Sie nach Bedarf selbst benannte Achsenkombinationen erzeugen. Einzelkomponenten können in Abhängigkeit von Ihren Anforderungen und der Komplexität der eingesetzten Maschine Teil von mehr als einer Achsenkombination sein.

Die Werkzeugwechselposition und die Referenzpunkte für eine Maschinendefinition werden tatsächlich als Teil einer Achsenkombination gespeichert. Wenn Sie die Werkzeugwechselposition oder Standard-Referenzpunkte für eine Maschine einstellen möchten, müssen Sie daher in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Achsenkombinationen klicken.

Schaltfläche Achsenkombinationen im Maschinendefinitions-Manager


Frage: Beim Erzeugen einer Drehen-Maschinendefinition wird mir eine neue Option zum automatischen Aktualisieren des WKS angezeigt. Wozu dient sie?

Antwort: Wenn Sie eine Drehen-Maschinendefinition erstellen, ist folgende Option als Teil der Allgemeinen Maschinenparameter verfügbar (auf dem Register OP Vorschublimits / Achsenbewegung / Orientierung):

Automatisch WKS für Drehmaschinen einstellen

Diese Option weist Mastercam X an, die WKS immer mit der gewählten Ansicht zu aktualisieren, wenn diese spezielle Maschine gewählt wird. Die am weitesten verbreiteten Drehanwendungen erfordern, das WKS auf Oben zu setzen. Wenn Sie das WKS häufig von Hand auf Oben einstellen müssen, erleichtert diese Option möglicherweise Ihre Arbeit.

Die Option Drehen Z = Welt Z ist nützlich, wenn Ihre Drehteile normalerweise in einem Weltkoordinatensystem gezeichnet werden, in dem die Z-Achse wie bei einem normalen Frästeil vertikal ist. Aktivieren Sie diese Option, damit Mastercam X automatisch das WKS einstellt und Sie normale Drehoperationen ausführen können, ohne die Geometrie umzustellen.


Frage: Können Sie die Option Drehen Z = Welt Z erläutern?

"Drehen Z = Welt Z" ist der Name einer speziellen Ansicht, die in Mastercam X-Drehen im Ansichten-Manager verfügbar ist. Mit ihr können Sie ein Drehteil um die Welt-Z-Achse rotiert definieren, es aber so programmieren, wie es auf der Drehmaschine eingespannt ist. Es stellt die Z-Achse im Weltkoordinationsystem als X-Achse, die X-Achse im WKS als Y-Achse und die Y-Achse im WKS als Z-Achse dar. Wenn Sie die Anschicht nach dem WKS ausrichten, bildet Mastercam X die Achsen in einem Standard-Drehkoordinationsystem ab, so dass Sie die in Mastercam X voreingestellten Dreh-Werkzeugwege zum Erzeugen von 2D-Drehoperationen verwenden können, ohne die Geometrie umzustellen. Folgende Abbildung verdeutlicht die Auswirkungen:

Ansicht Drehen Z = Welt Z verwenden

In Ihrer Drehmaschinendefinition können Sie Mastercam X anweisen, immer dann automatisch auf diese Ansicht umzuschalten, wenn die betreffende Maschine ausgewählt wird, oder Sie können sie wie jede andere Ansicht nach Bedarf über den Ansichten-Manager aufrufen.


Frage: Steht diese Ansicht im Ansichten-Manager immer zur Verfügung?

Antwort: Diese Ansicht wird nur angezeigt, wenn eine Drehen- oder Fräsen/Drehen-Maschinendefinition ausgewählt ist.


Frage: Wie verwende ich andere Ansichten, die sich auf die neue Ansicht Drehen Z = Welt Z beziehen?

Antwort: Markieren Sie die Ansicht Drehen Z = Welt Z im Ansichten-Manager und klicken Sie auf die Schaltfläche Relativ. Sie werden zum Auswählen der gewünschten relativen Ansichten aus einer Liste aufgefordert.